Liberale Seniorenpolitik

Die Liberale Senioren Initiative (LSI)
Baden-Württemberg
ist eine eigenständige Vereinigung und frei und  unabhängig in ihrer Meinungsäußerung. _________________

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Die LSI ist in Regional-verbänden organisiert und nimmt liberal denkende Frauen und Männer jeden Alters als Mitglieder auf.  _______________________
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Sie steht im politischen
Spektrum zwar der FDP konstruktiv kritisch nahe, eine Partei-Mitgliedschaft
ist damit nicht verbunden. _______________________

Logo AktuellZitat der Woche:

“Verlangt dein Staat laut nach ‚Opfern’, lauf um dein Leben und achte auf deine Brieftasche.”M.N. Rothbard


im Februar 2015

Pressemitteilung zum Bahnstreik:

Der GDL-Streik beeinträchtigt alle Generationen

 2014_PM_LSR_Bahnstreik_2014-10-21


Blackout – die dunkle Seite der Energiewende

Das Jahr 2014 war ein Jahr der Superlative für den Ökostrom, da noch nie zuvor so viel Strom aus regenerativen Quellen erzeugt wurde. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass die vielen neuen Windrotoren und Photovoltaikanlagen nicht leisteten, was die Energiepolitik erwartete. Die zentrale Annahme wurde verfehlt, weil die Rechnung
Sonne + Wind + Gaskraftwerke = CO2 armer Strom
nicht in Erfüllung ging. In der Realität galt die Gleichung
Sonne + Wind + Kohlestrom = CO2 reicher Strom.
Diesen Umstand konnte man am Sonntag, den 11. Mai 2014 beobachten, als der Wind kräftig wehte, viel Windstrom produziert wurde und schon am frühen Morgen der Strom am Spotmarkt wertlos war. Als auch noch der Solarstrom reichlich floss, rutschte der Strompreis auf einen negativen Wert von 6 Cent pro kWh ab. Es wird Geld dafür bezahlt, dass jemand den überschüssigen Strom abnimmt, um die Netze nicht zu überlasten. Trotzdem mussten die Kohlekraftwerke weiterbetrieben werden, da sie spätestens gegen Abend, wenn die Sonne untergeht oder der Wind nicht mehr weht, gebraucht wurden und nur träge auf Laständerungen reagieren können. In diesem Fall werden sie soweit gedrosselt, bis sie an ihrer unteren Leistungsgrenze (ca. 30 bis 40 % der Nennleistung) angelangt sind. Außerdem liefern sie einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgungssicherheit. Die dringend benötigten Gaskraftwerke, die flexibel auf die volatile Einspeisung reagieren können und relativ sauber Strom erzeugen, werden jedoch immer häufiger stillgelegt, da sie von den erneuerbaren Energien aus Kostengründen zunehmend verdrängt werden. So ist zu erklären, dass im Jahr 2012 die Abgabe an Klimagasen in Deutschland um 2,3 % und im Jahr 2013 um 1,2 % anstieg. Wir entfernen uns also von den nationalen Klimazielen.
Immer öfter gibt es zu viel Stromeinspeisung, sogar so viel, dass der Strompreis negativ wird wie am 11. Mai 2014. Im ersten Halbjahr 2014 war dies an 71 Stunden der Fall. Mit einer weiteren Zunahme der Ökostromproduktion könnten es nach Prognosen des renommierten Instituts Agora Energiewende in einigen Jahren 1000 Stunden im Jahr sein, an denen wir unseren subventionierten Strom im Ausland verramschen müssen. Die Kosten dafür trägt der Verbraucher über die EEG-Umlage.
Der gegenteilige Effekt trat am 13. und 20. November 2014 auf, als während der Zeit der Höchstlast die Produktion von Wind und Sonnenstrom etwa null war. An solchen Tagen muss der Strom im Wesentlichen aus konventionellen Anlagen produziert werden, auch wenn beliebig viele Wind- und Sonnenanlagen vorhanden sind. Dann benötigt man ein komplettes zweites Stromversorgungssystem, das – zusätzlich zu Strom aus Wasserkraft und Biomasse – die Ersatzleistung bereitstellt. An solchen Tagen könnte die Versorgungssicherheit in einigen Jahren nicht mehr gewährleistet sein. Da die konventionellen Anlagen immer weniger zum Einsatz kommen, werden sie zunehmend unwirtschaftlich. In Deutschland wurde bisher insgesamt für 47 konventionelle Anlagen der Antrag für ihre endgültige Stilllegung gestellt. Kritisch wird die Situation in Süddeutschland, wo den Betreibern von 7 konventionellen Anlagen die endgültige Stilllegung aus Gründen der Versorgungssicherheit verboten wurde. Zusätzlich werden im benachbarten Ausland zumeist ältere Kraftwerke vertraglich verpflichtet, in Notfällen die Sicherheit unserer Stromversorgung zu gewährleisten. Nach einer Untersuchung der Universität Stuttgart und des deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt lässt diese Entwicklung im Jahr 2021 die verfügbare gesicherte Leistung auf 10.000 Megawatt schrumpfen. Im Vergleich dazu betrug im Jahr 2013 die gesicherte Leistung noch ca. 30.000 MW. Auch dieser Bericht kommt zum Schluss, dass die Stromversorgung im Jahr 2021 aus heutiger Sicht nicht mehr voll gewährleistet ist.
Als Fazit aus diesen Ausführungen zieht Haug die folgenden Schlussfolgerungen:
– Der weitere Ausbau von Wind- und Sonnenstrom ist unverzüglich zu stoppen, da er keinen Beitrag zur Versorgungsicherheit leistet und zu höheren Belastungen für die Stromkunden führt.
– Es ist ein Anreiz zum Bau neuer flexibler Gaskraftwerke über einen Kapazitätsmarkt zu schaffen, der für die Bereitstellung von Stromkapazität eine Vergütung gewährt.

Die pdfs  zu den Referaten von

Dipl. Ing. Norbert Patzner,

Dr. Waldemar Haug und

Dr. Wolfgang Allehoff

können per Mail angefordert werden.

 

Bericht zum Landesseniorentag 2014  siehe Aktuelles/Berichte zu Veranstaltungen


Zur Diskussion gestellt:

Gast-Kommentar zu Charlie Hebdo

Am 7. Januar 2015 wurde ein islamistischer Terroranschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris verübt. Zwei maskierte Täter, die sich später zu Al-Qaida im Jemen bekannten, drangen in die Redaktionsräume der Zeitschrift ein, töteten elf Personen, verletzten mehrere Anwesende und brachten auf ihrer Flucht einen weiteren Polizisten um. Am 9. Januar verbarrikadierten sie sich in Dammartin-en-Goële; Sicherheitskräfte erschossen die beiden Täter. Eine Welle der Sympathie und Solidarität mit den Opfern erfasste die westliche Welt. Spontan entstand der Slogan „Auch ich bin Charlie“.

Hier wünsche ich mir weniger emotionale Empörung und mehr Sachlichkeit. Der Anschlag ist streng zu verurteilen und durch nichts zu rechtfertigen. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Aber sie hat ihre Grenzen dort, wo sie in unerträglichen Beleidigungen endet. Ich zitiere aus einem Rundbrief unseres Landesvorsitzenden der SeniorenUnion, Prof. Dr. Wolfgang Freiherr von Stetten: „Charlie Hebdo hat den „Federkrieg“ gegen alle Religionen geführt und als Dreckschleuder mit obszönen, schmierigen Karikaturen die Gefühle von Gläubigen verletzt. So wurde u.a. Papst Benedikt als Penetrierer eines Maulwurfs gezeichnet oder die Titelseite von Charlie Hebdo bezeichnete den Koran als „Scheiße“, „Vater, Sohn und Heiliger Geist“ wurden beim analen Verkehr verhöhnt. Es könnten noch viele Zorn und Schamesröte ins Gesicht schießende Beispiele gebracht werden. Deswegen bin ich nicht ‘Charlie‘.“

Prof. Dr. Dorit Loos, Vorsitzende Seniorenunion Stuttgart


Schreiben Sie uns Ihre Meinung an

info@liberale-senioren-bw.de
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Bericht zum Besuch der Musterwohnung am 2. Juli 2014 siehe unter Aktuelles
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Vorstandsbrief 2014_2
2014 LSI Vorstandsbrief Juni V2 __________________________
Die alte (rot-grüne) Energiewende ist gescheitert. Wir brauchen einen Neu-Start
2013 LSI Summary Energiewende
 Selbstbild der Liberalen Senioren  Das neue Selbstbild der Senioren
_________________________ LSI Stuttgart Newsletter 10 Seniorenfreundlicher_Service
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 Dr. Kurt Sütterlin
 

Stellungnahme des LSI Landesvorsitzenden beim 111. Dreikönigs-Landesparteitag  am 5.1.2014 in Stuttgart

Den Senioren geht es zum Jahresbeginn prächtig!

Wenn man den Ankündigungen der Schwarz-Roten Regierung Glauben schenken will, werden 23 Milliarden Euro strukturell für neue soziale Leistungen ausgegeben, von denen die meisten den Älteren zugutekommen sollen.

·   Die abschlagsfreie Rente mit 63 ist dabei ein besonderer Leckerbissen, da sie doch endlich mit dem Dogma einer notwenigen Arbeitszeitverlängerung aufräumt.

·   Den kleinen Schönheitsfehler, dass eine solide Gegenfinanzierung fehlt und dass früher oder später statt Beitragssenkungen Beitragserhöhungen ins Haus stehen, stecken wir weg. Es wird uns Alten besser gehen, basta, das reicht.

·         Die über 60-jährigen werden 30% der Wahlberechtigten stellen – damit können wir  grauen oder gelben Panther kräftig auf den Putz hauen.

·         Sollen die nachfolgenden Generationen – die das bezahlen müssen  – schauen, wo sie bleiben.

Meine Damen und Herren, genau so geht es natürlich  nicht.

Wir nehmen sehr aufmerksam zur Kenntnis, dass mit dem Thema Generationengerechtigkeit eine ernsthafte Diskussion zum demografischen Wandel einsetzen kann, die bisher oft nur missmutig geführt wurde mit dem Tenor „zu wenig Kinder und zu viel wohlhabende Alte“.

 „Generationengerechtigkeit bedeutet den kommenden Generationen Gestaltungsmöglichkeiten zu lassen“, heißt es im Leitantrag unseres Landesvorstandes. Wir Liberale Senioren sehen darin einen aktiven Gestaltungsauftrag, der jetzt und heute gemeinsam von Jung und Alt angegangen werden muss. Wir haben beim Thema Generationengerechtigkeit keine Angst vor Bilanzierungen, vor einer Neiddebatte oder gar vor einem dauerhaften Interessenkonflikt.

·         Eine faire Lastenverteilung zwischen Jung und Alt ist für Liberale ein erreichbares Ziel.

·         Entscheidend ist für uns ist aber die Erkenntnis, dass nur Generationen- übergreifendes Denken und Handeln dem politischen Handeln Bestand gibt.

·         Wir Älteren und die Jüngeren sollten uns wechselseitig mehr zutrauen.

Als Beispiele für das, was wir im Sinne gemeinsamer Anstrengung einbringen können, möchte ich an dieser Stelle fokussiert drei nennen:

 1. Unsere Arbeitsgruppe „Energiewende“ mit der Hauptfragestellung „Wer zahlt die Kosten und welche Lösungsoptionen sehen wir?“

 2. Die Arbeitsgruppe „Wohnen im Alter“ mit der Fragestellung „Wie sieht der Altbestand an Wohnungen aus? Was muss nachhaltig getan werden“

3. Die Arbeitsgruppe „Pflege“  mit der Fragestellung „Wie kann die Lebensqualität für pflegebedürftige Menschen deutlich verbessert werden?“

Ziel bei allen Projekten ist nicht, das Rad neu zu erfinden, sondern  Anschub und Denkanstöße zu geben für Generationen-übergreifende Initiativen, die Fehlentwicklungen korrigieren sollen.

Energiewende:
Die aus dem Ruder laufenden Stromkosten belasten in besonderem Maße die Älteren. Was ist aus der Bezahlbarkeit und der sozialen Verträglichkeit geworden? In diesem Projekt haben wir schon eine Fülle an Informationsmaterial erstellt. Fordern Sie dieses bei uns an.

Wohnen im Alter:
Der Altbestand umfasst  80% der Wohnungen.  Wer übersieht noch den Fundus von Beispielen und Vorschlägen und kann konkret etwas damit anfangen? Wie steht es mit der Einbettung geeigneter Altenwohnungen in eine altengerechte Stadtplanung? Auch hier haben wir schon erfolgreiche öffentliche Veranstaltungen durchgeführt und Informationsmaterial erstellt.  Um Missverständnisse zu vermeiden: Jede strukturelle Verbesserung kommt in diesem Projekt auch und gerade den nachfolgenden Generationen zugute.

Pflege:
Dieses Projekt ist neu. Unter der Prämisse – „Achtsamkeit und Rücksichtnahme auf die Lebenssituation anderer entsprechen dem liberalen Grundgefühl“ – haben wir einen Fragebogen entwickelt,  der Ihnen vorliegt. Er baut auf unseren eigenen Erfahrungen im Mandat und lokalen Ehrenamt auf. Damit wollen wir möglichst viele von Ihren Einschätzungen und Erfahrungen einholen, um landesweit unsere Wirkung zu verbessern.

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Wir beschäftigen uns mit wichtigen gesellschaftlichen Themen, die wir in unserem Flyer zum Herunterladen zusammengefasst haben.  PDF-Download  LSI Flyer_Liberale_Senioren_web

Zum Schluss ein Appell an uns alle:

·         Selbst gesellschaftlich und politisch aktiv bleiben,

·         die Unterstützung anderer herausfordern

·         und erst dann staatliche Maßnahmen einfordern denn

·         den Liberalen Senioren geht es dann wirklich prächtig, wenn möglichst viele von Ihnen mitmachen.

·         Wir sind überzeugt, dass  dieses Jahr ein liberales Jahr wird.

·         Machen auch Sie mit!  Denn das Generationen-übergreifende Denken und Handeln ist Schüssel für liberale Zukunftsgestaltung.

Unsere Kooperationspartner:

  

 www.bagso.de   www.landesseniorenat-bw.de
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