Liberale Seniorenpolitik

Die Liberale Senioren Initiative (LSI)
Baden-Württemberg
ist eine eigenständige Vereinigung und frei und  unabhängig in ihrer Meinungsäußerung. _________________

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Die LSI ist in Regional-verbänden organisiert und nimmt liberal denkende Frauen und Männer jeden Alters als Mitglieder auf.  _______________________
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Sie steht im politischen
Spektrum zwar der FDP konstruktiv kritisch nahe, eine Partei-Mitgliedschaft
ist damit nicht verbunden. _______________________

Logo AktuellZitat der Woche:

Der wahre Zweck eines Buches ist, den Geist hinterrücks zum eigenen Denken zu verleiten.
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916)

April 2015

 

 


Impulsreferat:
Mein Kopf lässt mich
manchmal im Stich – Gedächtnisstörung oder schon Anzeichen einer Demenz?

LSI Jour Fixe
Stuttgart, 4. März 2015

Sylvia Kern, Geschäfts-führerin der Alzheimerge-sellschaft Baden-Württem-berg gibt in Ihrem anschau-lichen Vortrag Antwort auf diese Frage, die sich viele Ältere häufig schon stellen.

Betroffen sind derzeit ca.1,5 Mio Menschen, davon in BW 185.000.

Der Verlauf:

Die Krankheit beginnt schleichend in drei Phasen.

Zuerst beginnt es mit Vergesslichkeit, gefolgt von Vitalitätsverlust, Persönlich-keitsveränderungen; der Meinung, dass die Anderen nichts bemerken und der Bekämpfung eigener Ängste.

Danach kommt es zu merkbaren Störungen, schwierigem Verhalten, motorischer Unruhe und eingeschränkter Selb-ständigkeit.

Dem folgen die völlige Abhängigkeit und die Gnade des Vergessens.

Das Herz ist nicht dement:

Medizin und Forschung sind auf dem Stand von 1990. Dementsprechend sind auch Diagnose und Medikation unbefriedigend.

In jedem Fall sollte ein Bild-gebendes Verfahren angewandt werden um ein zweifelsfreies Ergebnis zu erhalten. (Memory Klinik)

Bis eine Erkrankung nicht mehr zu übersehen ist, sind bereits zwei Drittel der Nervenzellen irreparabel zerstört.

Negative Faktoren:

Bluthochdruck, Bewegungs-mangel, Alkohol, falsche Ernährung, spätes Erkennen.

Der Teufelskreis:

Das Breiten-Wissen über den Verlauf der Krankheit ist noch sehr gering, wobei auch die Verdrängung des Themas eine Rolle spielt.
Die Diagnose darüber ist dementsprechend schockierend. Und, je höher das geistige Niveau des Betroffenen, desto weniger wird ein solcher Befund akzeptiert.

Das ist gerade für Alleinlebende Demenzkranke ein Teufelskreis.

Um dem zu entkommen ist es wichtig,
• sich frühzeitig über mögliche Hilfsangebote zu informieren,
• Vorsorgende Verfügungen zu treffen und
• finanzielle Ansprüche abzuklären.

Hilfsangebote:

Pflegedienste, häusliche Betreuung, sowie Betreuungs-, Angehörigen- und Betroffenengruppen.

Tagespflege, Therapie-zentren, Wohngemein-schaften und Heimunterbringung
Ressourcenorientierung:

Für die Kranken ist es wichtig,
• dass sie ernst genommen werden,
• sie zu ermutigen und
• dass sie nicht ausge-grenzt werden.

Für Angehörige:

Die Begleitung der Betroffenen in´s Anderland durch die Angehörigen ist schwierig. Wichtig ist:
• Die Umstände akzeptieren und Hilfe suchen.
• Das Problem nicht verstecken und eigene Grenzen sehen.
• Nähe und Distanz müssen sich ausgleichen.
• Ablösung bei der Pflege und auch Freizeit zum Ausgleich für Ange-hörigen müssen gegeben sein
Das Dilemma:

Es klingt zwar wie ein Witz, zeigt aber ungefähr das Ausmaß und das Verständnis für das Sein in der „Anderwelt“.

Zwei Nachbarn treffen sich am Fußgängerüberweg. Sagt der eine: „Mann Du hast aber Mut, im Schlaf-anzug auf die Straße!“
Antwortet der andere:“ Ja, der ist doch auch maß-geschneidert.“

Adressen und Literatur:

Alzheimer Aktuell
Alzheimergesellschaft BW
www.alzheimer-bw.de

Günther R. Hammer


Zur Diskussion gestellt:

Erhard über Bord

von Ulrich Horstmann

Die CDU setzte in ihrem Parteitag in Leipzig 2003 und in ihrem Wahlkampf 2005 noch auf grundsätzliche marktwirtschaftliche Reformen. Ein gerechteres und einfacheres Steuersystem sowie der Rückbau des Wohlfahrtsstaates auf ein vertretbares Maß standen auf der Agenda. Heute ist davon bei der CDU wenig zu spüren. Die FDP – wichtiger Bündnispartner bei der Durchsetzung der Sozialen Marktwirtschaft 1949-1957 – ist im Bundestag gar nicht mehr vertreten. Noch 2009 führte die FDP den Wahlkampf mit großem Erfolg unter dem Motto ‚Mehr Netto vom Brutto’ und errang so fast 15% der Stimmen – ein extrem hoher Vertrauensvorschuss. Er wurde schnell ‚verspielt’. Die FDP hatte – wie die CDU – den ordnungspolitischen Kompass in der Koalitionsregierung 2009-2013 verloren.
Die vermeintlich ‚alternativlose’ Griechenlandhilfe vor bereits fünf Jahren, die den Bruch des Maastricht-Vertrages (keine zwischenstaatliche Transfers!) kaschierte und weitere angeblich zur Rettung des Euro erforderliche Umverteilungsmaßnahmen, stießen in der Bevölkerung auf Bedenken (‚Alternativlos’ wurde auch Unwort des Jahres 2010). Die mitregierende FDP wurde bei der Bundestagswahl 2013 nicht zuletzt angesichts der hohen Erwartungen der Wähler 2009 besonders hart bestraft. Hinzu kam, dass sich Kanzlerin Merkel im Wahlkampf 2013 nicht zu Gunsten einer bürgerlichen Koalition mit der FDP festlegte und keine ‚Zweitstimmen-Kampagne’ zu Gunsten des liberalen Bündnispartners startete.
Die zweite Große Koalition (GroKo) Kanzlerin Merkels mit der SPD setzte nicht auf mehr fairen Wettbewerb, sondern auf marktwidrige Regulierungen, z.B. die Festlegung von Mindestlöhnen, die Einführung von Mietpreisbremsen oder die Frauenquote. Der neue Sozialismus von Andrea Nahles und Sigmar Gabriel mit sozialer Bevormundung, Industriepolitik, staatlicher Protektion und einem planwirtschaftlichen EEG-Gesetz, das sie von der christlich-liberalen Regierung unter Angela Merkel erbten, ist ein Bruch mit der ‚Sozialen Marktwirtschaft’ nach Ludwig Erhard. Gibt es eine Chance auf eine Kehrtwende?
Lesen Sie den ganzen Artikel hier:


Schreiben Sie uns Ihre Meinung an

info@liberale-senioren-bw.de
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Bericht zum Besuch der Musterwohnung am 2. Juli 2014 siehe unter Aktuelles
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Vorstandsbrief 2014_2
2014 LSI Vorstandsbrief Juni V2 __________________________
Die alte (rot-grüne) Energiewende ist gescheitert. Wir brauchen einen Neu-Start
2013 LSI Summary Energiewende
 Selbstbild der Liberalen Senioren  Das neue Selbstbild der Senioren
_________________________ LSI Stuttgart Newsletter 10 Seniorenfreundlicher_Service
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 Dr. Kurt Sütterlin
 

Stellungnahme des LSI Landesvorsitzenden beim 111. Dreikönigs-Landesparteitag  am 5.1.2014 in Stuttgart

Den Senioren geht es zum Jahresbeginn prächtig!

Wenn man den Ankündigungen der Schwarz-Roten Regierung Glauben schenken will, werden 23 Milliarden Euro strukturell für neue soziale Leistungen ausgegeben, von denen die meisten den Älteren zugutekommen sollen.

·   Die abschlagsfreie Rente mit 63 ist dabei ein besonderer Leckerbissen, da sie doch endlich mit dem Dogma einer notwenigen Arbeitszeitverlängerung aufräumt.

·   Den kleinen Schönheitsfehler, dass eine solide Gegenfinanzierung fehlt und dass früher oder später statt Beitragssenkungen Beitragserhöhungen ins Haus stehen, stecken wir weg. Es wird uns Alten besser gehen, basta, das reicht.

·         Die über 60-jährigen werden 30% der Wahlberechtigten stellen – damit können wir  grauen oder gelben Panther kräftig auf den Putz hauen.

·         Sollen die nachfolgenden Generationen – die das bezahlen müssen  – schauen, wo sie bleiben.

Meine Damen und Herren, genau so geht es natürlich  nicht.

Wir nehmen sehr aufmerksam zur Kenntnis, dass mit dem Thema Generationengerechtigkeit eine ernsthafte Diskussion zum demografischen Wandel einsetzen kann, die bisher oft nur missmutig geführt wurde mit dem Tenor „zu wenig Kinder und zu viel wohlhabende Alte“.

 „Generationengerechtigkeit bedeutet den kommenden Generationen Gestaltungsmöglichkeiten zu lassen“, heißt es im Leitantrag unseres Landesvorstandes. Wir Liberale Senioren sehen darin einen aktiven Gestaltungsauftrag, der jetzt und heute gemeinsam von Jung und Alt angegangen werden muss. Wir haben beim Thema Generationengerechtigkeit keine Angst vor Bilanzierungen, vor einer Neiddebatte oder gar vor einem dauerhaften Interessenkonflikt.

·         Eine faire Lastenverteilung zwischen Jung und Alt ist für Liberale ein erreichbares Ziel.

·         Entscheidend ist für uns ist aber die Erkenntnis, dass nur Generationen- übergreifendes Denken und Handeln dem politischen Handeln Bestand gibt.

·         Wir Älteren und die Jüngeren sollten uns wechselseitig mehr zutrauen.

Als Beispiele für das, was wir im Sinne gemeinsamer Anstrengung einbringen können, möchte ich an dieser Stelle fokussiert drei nennen:

 1. Unsere Arbeitsgruppe „Energiewende“ mit der Hauptfragestellung „Wer zahlt die Kosten und welche Lösungsoptionen sehen wir?“

 2. Die Arbeitsgruppe „Wohnen im Alter“ mit der Fragestellung „Wie sieht der Altbestand an Wohnungen aus? Was muss nachhaltig getan werden“

3. Die Arbeitsgruppe „Pflege“  mit der Fragestellung „Wie kann die Lebensqualität für pflegebedürftige Menschen deutlich verbessert werden?“

Ziel bei allen Projekten ist nicht, das Rad neu zu erfinden, sondern  Anschub und Denkanstöße zu geben für Generationen-übergreifende Initiativen, die Fehlentwicklungen korrigieren sollen.

Energiewende:
Die aus dem Ruder laufenden Stromkosten belasten in besonderem Maße die Älteren. Was ist aus der Bezahlbarkeit und der sozialen Verträglichkeit geworden? In diesem Projekt haben wir schon eine Fülle an Informationsmaterial erstellt. Fordern Sie dieses bei uns an.

Wohnen im Alter:
Der Altbestand umfasst  80% der Wohnungen.  Wer übersieht noch den Fundus von Beispielen und Vorschlägen und kann konkret etwas damit anfangen? Wie steht es mit der Einbettung geeigneter Altenwohnungen in eine altengerechte Stadtplanung? Auch hier haben wir schon erfolgreiche öffentliche Veranstaltungen durchgeführt und Informationsmaterial erstellt.  Um Missverständnisse zu vermeiden: Jede strukturelle Verbesserung kommt in diesem Projekt auch und gerade den nachfolgenden Generationen zugute.

Pflege:
Dieses Projekt ist neu. Unter der Prämisse – „Achtsamkeit und Rücksichtnahme auf die Lebenssituation anderer entsprechen dem liberalen Grundgefühl“ – haben wir einen Fragebogen entwickelt,  der Ihnen vorliegt. Er baut auf unseren eigenen Erfahrungen im Mandat und lokalen Ehrenamt auf. Damit wollen wir möglichst viele von Ihren Einschätzungen und Erfahrungen einholen, um landesweit unsere Wirkung zu verbessern.

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Wir beschäftigen uns mit wichtigen gesellschaftlichen Themen, die wir in unserem Flyer zum Herunterladen zusammengefasst haben.  PDF-Download  LSI Flyer_Liberale_Senioren_web

Zum Schluss ein Appell an uns alle:

·         Selbst gesellschaftlich und politisch aktiv bleiben,

·         die Unterstützung anderer herausfordern

·         und erst dann staatliche Maßnahmen einfordern denn

·         den Liberalen Senioren geht es dann wirklich prächtig, wenn möglichst viele von Ihnen mitmachen.

·         Wir sind überzeugt, dass  dieses Jahr ein liberales Jahr wird.

·         Machen auch Sie mit!  Denn das Generationen-übergreifende Denken und Handeln ist Schüssel für liberale Zukunftsgestaltung.

Unsere Kooperationspartner:

  

 www.bagso.de   www.landesseniorenat-bw.de
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